07. September 2016

LOTTO warnt vor Simulierten Glücksspielen

Hamburg, 7. September 2016 | DLTB aktuell - mbg -

Neue Gefahren für Verbraucher- und Jugendschutz 


Ein konsequentes Vorgehen gegen Simulierte Glücksspiele fordert der Deutsche Lotto- und Totoblock. Der DLTB weist gemeinsam mit dem Suchtforscher Prof. Dr. Gerhard Meyer auf diese neue, brisante Entwicklung im Online-Glücksspielmarkt hin. 

„Simulierte Glücksspiele können schon bei Jugendlichen die Lust am Zocken fördern und erhöhen die Spielsuchtgefahr“, warnt Torsten Meinberg, Geschäftsführer von LOTTO Hamburg und zur Zeit Federführer des Deutschen Lotto- und Totoblocks, der Gemeinschaft der 16 selbstständigen Lotteriegesellschaften in den Bundesländern.

Simuliertes Glücksspiel ist eine digitale interaktive Spielaktivität, die zunächst keinen direkten Einsatz von Echt-Geld erfordert. Aufgrund des Einsatzes virtueller Währung und des als zufallsbedingt wahrgenommenen Spielausgangs sind sie aber strukturell identisch ist mit klassischen Glücksspielen.

Prof. Dr. Gerhard Meyer, Suchtforscher an der Universität Bremen, sieht im Bereich des Simulierten Glücksspiels akuten gesetzgeberischen Handlungs-bedarf: „Private Glücksspielanbieter steigen vermehrt in diesen vor allen bei Kindern und Jugendlichen beliebten Markt ein, um hier gezielt eine neue Kundengruppe aufzubauen. Mittels gesteuertem Spielablauf, der nach Ver-lusten automatisch Gewinnphasen folgen lässt, werden die Lust auf das Spielen angeregt und unrealistische Gewinnerwartungen gefördert. Aufgrund des offensichtlichen Gefährdungspotenzials simulierter Glücksspiele, wie das Risiko des Umsteigens auf echte Glücksspiele (speziell bezogen auf Jugendliche), ist es an der Zeit, dass sich der Gesetzgeber mit der Regulierung des Marktes befasst. Neben gesetzgeberischen Maßnahmen sollte auch die Aufklärung und Prävention gestärkt und medienpädagogisch auf diese Risiken für Jugendliche reagiert werden.“ 

Es ist an der Zeit, dem Treiben Einhalt zu gebieten

Torsten Meinberg vom Lotto- und Totoblock (DLTB) betont: „Es ist an der Zeit, dem Treiben Einhalt zu gebieten. Wir müssen unsere Kinder schützen.“

Hamburgs Bürgermeister a.D., Ole von Beust, der seit drei Jahren den Deutschen Lotto- und Totoblock berät, sieht angesichts der erheblichen Auswirkungen für das Gemeinwohl die Aufsichten in der Pflicht: „Die Diskussion um die Liberalisierung des Glücksspielmarktes ist brisant, weil es letzten Endes um die Frage geht, ob die Gesellschaft dem Suchtpotenzial etwas entgegenstellt oder ob man sich geschlagen gibt. Hier bedarf es einer klaren Antwort der Politik: Die Aufsichten sind zu stärken und auszubauen.“ 

Der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) ist die Gemeinschaft der 16 selbstständigen Lottogesellschaften der Bundesländer. Torsten Meinberg erläutert: „LOTTO steht für Glück auf der Basis von Verantwortung. Wichtig sind dabei Verbraucherschutz, Jugendschutz, Spielsuchtprävention und Ab-wehr von Begleitkriminalität. Daher steht für LOTTO nicht die Gewinn-Maximierung im Vordergrund sondern: die Spielsuchtprävention, Kanalisie-rung des Spieltriebs und Förderung des Gemeinwohls.“


Deutscher Lotto- und Totoblock:

Der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) ist die Gemeinschaft der 16 selbstständigen Lotteriegesellschaften in den Bundesländern. LOTTO steht für Glück auf der Basis von Verantwortung. Unser vorrangiges Ziel ist es, das Spiel mit dem Glück zu ermöglichen, gleichzeitig aber präventiv die Entstehung von Spielsucht zu verhindern. Im staatlichen Auftrag orientiert sich unser Handeln nicht am Gewinnstreben, sondern ist vorrangig an der Förderung des Gemeinwohls ausgerichtet. Die Einsätze der Spielteilnehmer fließen zum weit überwiegenden Teil an die Allgemeinheit zurück und finanzieren zahlreiche Projekte in den Bereichen Soziales, Kultur und Sport.


Pressestelle LOTTO Hamburg – Federführende Gesellschaft des Deutschen Lotto- und Totoblocks. Für Rückfragen: Madeleine Göhring, PR-Koordinatorin für den DLTB, E-Mail: pressestelle@lotto-hh.de

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