23. August 2017

Deutsche spielen lieber analog als digital

Kaum zu glauben: Brett- und Kartenspiele sind beliebter als Smartphone-Games

Wie verspielt sind die Deutschen? Sind wir eine „Nation der Zocker“? Geht es den Deutschen nur ums Gewinnen oder doch um das Miteinander? „Uns hat interessiert, was die Deutschen spielen“, sagt Axel Weber, Pressesprecher der Lotterie Eurojackpot. Sind Klassiker wie ‚Mensch ärgere Dich nicht’, Skat oder Lotto nach wie vor beliebt oder wurden sie mittlerweile von Smartphone- und Computer-Games überholt? Im Auftrag von Eurojackpot ist YouGov mit einer repräsentative Umfrage diesen Fragen auf den Grund gegangen und das Ergebnis ist erstaunlich!

Egal ob Brett-, Karten- oder Papierspiele – die Deutschen sind verspielt und bevorzugen auch im Jahr 2017 analoge Spiele gegenüber digitalen. Fast drei Viertel der Deutschen spielen Brett- und Kartenspiele sowie Papierspiele à la Sudoku und Kreuzworträtsel. Smartphone-Games landen dagegen lediglich auf den hinteren Rängen der Beliebtheitsskala. Besonders beeindruckt die ungebrochene Lotterie-Tradition: Rund die Hälfte der Deutschen nimmt daran teil, 14 Prozent sogar wöchentlich.

 

Jung gegen alt, Frau gegen Mann

„Erstaunlich ist, dass junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren den größten Spielwunsch haben“, sagt Axel Weber. „86 Prozent dieser Altersgruppe holen Monopoly und Co. aus der Spielekiste, im Gesamtdurchschnitt hingegen nur 73 Prozent. Der große Spaß junger Menschen an klassischen Gesellschaftsspielen ist bemerkenswert.“

Aber auch ein paar Klischees bestätigt die Umfrage: Während 64 Prozent der Männer Spiele an PC und Konsole „daddeln“, kann sich nur die Hälfte (51 Prozent) der Frauen dafür begeistern. Dafür greifen diese lieber zum Rätselheft (72 Prozent statt 68 Prozent). Unter den befragten Männern ist wiederum der Siegeswille stärker ausgeprägt: 32 Prozent von ihnen finden beim Spielen das Gefühl beim Gewinnen am schönsten, bei den Frauen sind es dagegen lediglich 23 Prozent.

 

Gemeinsam Spielen macht glücklich

Eine mögliche Erklärung, warum die analogen Klassiker so beliebt sind, hat Axel Weber auch: „28 Prozent der Befragten geben an, das gemeinsame Beisammensein beim Spielen als das Schönste zu empfinden – also genau das, was bei Brett- und Kartenspielen im Mittelpunkt steht und am PC nur schwer simuliert werden kann. Spielen bringt die Menschen zusammen.“ Das gilt auch für Lotterien: Rund 40 Prozent der Lotterieteilnehmer unter den 18- bis 24-Jährigen spielen nicht alleine, sondern mit Familie, Partner, Freunden oder Kollegen. „Der Traum vom (Jackpot-)Glück verbindet die jungen Menschen“, sagt Axel Weber. „Hier kann man gemeinsam auf ein Luxusleben hoffen.“

 

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